Ergotherapie

Ergotherapie beruht auf medizinischen, sozialwissenschaftlichen und handlungsorientierten Grundlagen. Sie gehört zu den medizinischen Heilberufen und ist darauf gerichtet, dass der Patient – egal ob jung oder alt – nach einer Erkrankung wieder möglichst erfolgreich und weitgehend selbständig seinen Alltag und das Berufs- oder Schulleben meistern kann. Je nach Krankheitsbild werden unterschiedliche Behandlungsformen angewandt, häufig auch kombiniert, z.B. das Trainieren von körperlichen Bewegungsabläufen, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.

  • Motorisch-funktionelle Behandlung*

Eine motorisch-funktionelle Behandlung dient der Therapie krankheitsbedingter Störungen von Bewegungsmöglichkeiten im Sinne der Grob- oder Feinmotorik des Patienten mit oder ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und daraus resultierender Fähigkeitsstörungen.

  • Sensomotorisch-perzeptive Behandlung*

Eine sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der Therapie krankheitsbedingter Störungen des Zusammenspiels von individuellen Wahrnehmung äußerer Reize durch das Sinnessystem und den motorischen Fähigkeiten des Patienten.

  • Hirnleistungstraining* (auch PC-gestützt)

Hirnleistungstraining als neuropsychologisch orientierte Behandlung dient der Therapie krankheitsbedingter Störungen der Hirnfunktion, insbesondere im Hinblick auf Fähigkeitsstörungen wie mangelnde Aufmerksamkeits- oder Lernleistungen, Erinnerungs- bzw. Orientierungsmöglichkeiten, Willensschwäche und gering ausgebildeter Kreativität.

  • Psychisch-funktionelle Behandlung*

Eine psychisch-funktionelle Behandlung dient der Therapie krankheitsbedingter Störungen im Hinblick auf Probleme wie Sozialentwicklung oder Sozialisierungsfähigkeit, Beziehungsbildung und Kommunikationsfähigkeit.

  • Thermotherapie*

Wärme- und Kältetherapie können als therapieergänzende Maßnahmen zusätzlich bei motorisch-funktionellen oder sensomotorisch-perzeptiven Behandlungen genutzt werden, wenn es zur Schmerzreduzierung bzw. Muskeltonusregulation notwendig erscheint.

In der Behandlungsdurchführung werden Elemente fachübergreifender Konzepte wie Spiraldynamik®, Manuelle Therapie und Bobath genutzt, ebenso natürlich spezifische Erkenntnisse aus verschiedenen ergotherapeutischen Weiterbildungen wie Hand- und Lerntherapie, Sensorische Integration, Basale Stimulation in Pädagogik und Therapie, Warnke-Verfahren und Schienenversorgung. Selbstverständlich gehört vor allem auch die Nutzung verschiedenster handwerklicher Techniken zum Behandlungsspektrum.

Zum ergotherapeutischen Leistungsangebot gehören neben den vom Arzt zu verordnenden Heilmittelleistungen obendrein eine Vielzahl weiterer Aufgaben wie

  • Arbeitstherapie
  • Hilfsmittelerprobung und Hilfsmittelberatung
  • Versorgung mit temporären Schienen
  • Hilfe und Beratung bei der Integration ins häusliche und berufliche Umfeld

* ist ein Heilmittel, dass Ihr Arzt verordnen kann.

Heilmittel sind medizinische Leistungen, die nach § 124 SGB V auf Basis einer ärztlichen Verordnung von zugelassenen Leistungserbringern erbracht werden dürfen. Für Patienten, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, regeln sogenannte Heilmittelrichtlinien sowohl die Verordnungsmöglichkeiten der Ärzte als auch eine entsprechende Behandlung in den zugelassenen Physiotherapiepraxen.

Hoy-Reha Görlitz ist seit 2001 als Praxis für Ergotherapie zugelassen. Alle laut Heilmittelrichtlinien möglichen Behandlungen können wir entsprechend der Qualifikation unserer Therapeuten und der Ausstattung unserer Einrichtung abgeben:

Hoy-Reha Görlitz ist seit 2001 als Praxis für Ergotherapie zugelassen, so dass unsere Ergotherapeutinnen demzufolge Patienten behandeln dürfen, die von Ärzten ein „Rezept“ mit entsprechenden Verordnungen ausgestellt bekommen haben. In unserer Praxis können alle Leistungen der Ergotherapie abgegeben werden, die verordnet werden dürfen:

  1. Motorisch-funktionelle Behandlung
  1. Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
  1. Hirnleistungstraining / neuropsychologisch orientierte Behandlung
  1. Psychisch-funktionelle Behandlung
  1. Therapieergänzende Maßnahmen der Wärme- und Kältetherapie

Hinweise für Patienten, die Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind:

Hier regeln zur Zeit die Heilmittelrichtlinien 2004 sowohl die Verordnungsmöglichkeiten der Ärzte als auch eine entsprechende Behandlung in unserer Praxis. Auf der Verordnung muss Ihr Arzt die Diagnose, sogenannte Leitsymptomatiken sowie Therapieziele festlegen. Für jede Erkrankung gibt der Heilmittelkatalog vor, welche Behandlungen in welcher Zahl der Arzt verordnen darf. Er kann in besonderen Fällen allerdings auch Verordnungen außerhalb des Regelfalls ausstellen, wobei diese Rezepte von ihrer Krankenkasse zu genehmigen sind, wenn sie nicht auf dieses Recht verzichtet hat. Der Arzt kann bestimmen, wann spätestens mit der Therapie begonnen werden muss. Tut er das nicht, so gilt eine 14-Tagesfrist zwischen Verordnungsdatum und erstem Behandlungstag. Obendrein bestimmt der Arzt meist die gewünschte Anzahl der  Behandlungstermine pro Woche. Hausbesuche darf der Arzt nur verordnen, wenn der Patient aus medizinischen Gründen den Therapeuten nicht aufsuchen kann.

Wir dürfen (wie jede andere Praxis auch) nur Rezepte bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder einem Unfallversicherungsträger abrechnen, die vom Arzt entsprechend der Heilmittelrichtlinien ausgestellt und von uns ordnungsgemäß realisiert wurden. Manchmal müssen wir Sie also bitten, ein Rezept vom Arzt ändern zu lassen.

Sie müssen auf dem Rezept tagaktuell mit Datum und Unterschrift bestätigen, dass die Therapie stattgefunden hat.

Hinweise für Patienten, die privat versichert sind:

Selbstverständlich behandeln wir auch privat versicherte Patienten. Mit diesen schließen wir vor Behandlungsbeginn einen Aufnahmevertrag sowie eine gesonderte Honorarvereinbarung ab.

Hinweise für Patienten, die Zusatzleistungen privat erwerben wollen: 

Ausgewählte Behandlungen können Sie in unserer Einrichtung auch als Präventions- bzw. Bleib-am-Ball-Leistungen erhalten. Während Sie Präventionsleistungen jederzeit  nutzen können, setzen Bleib-am-Ball-Leistungen eine vorangegangene ärztliche Verordnung voraus und dienen zur Überbrückung eines behandlungsfreien Intervalls von maximal 12 Wochen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Therapeuten oder an der Rezeption.

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Weitere Leistungen bei Heilmittel: